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Kult der Toten

Die Gräber und Friedhöfe aus der Kupferzeit bezeugen eine sehr sorgfältige Bestattung der Toten. Um den Verstorbenen ein angenehmes Weiterleben im Jenseits zu sichern, gab man ihnen alle nötigen Gebrauchsgegenstände, aber auch Statussymbole wie Schmuck und Waffen, mit ins Grab.

Im südlichen Alpenraum erfolgten die Bestattungen zumeist unter Felsvorsprüngen, wie zum Beispiel in Nogarole und Moletta Patone (Italien). Es gab Einzel-, Doppel- und Kollektivgräber mit komplexen Bestattungssitten.

Die Totenstätten wurden von den Lebenden immer wieder zu Verehrungszwecken aufgesucht. Regelrechte Friedhöfe mit Einzelgräbern im freien Gelände gab es in Norditalien. Während man die Toten in Remedello vorwiegend in seitlicher Hockerlage bestattete, wurden sie in Spilamberto in gestreckter Rückenlage begraben.

In der Schweiz herrschte die Bestattung in Steinkisten vor. Es gab auch Megalithgräber (große Steinkisten), die über Generationen genutzt wurden.

Bestattungsorte waren häufig auch Plätze, an denen man den Kult der Ahnen pflegte, um eine Verbindung zwischen der Welt des Diesseits mit dem Jenseits herzustellen.